Mittwoch, 5. Oktober 2011

Sonne, Mond und Lithium - (elmo)


Mal ganz ohne Erklärung, zum selbst nachdenken

Sonne, Mond und Lithium

Heute Nacht wollte ich nach Hause gehen und war voll freudiger Erwartungen, doch als ich da war, stand da jemand.
Ein gewisser unbekannter Junge.
Und er fragte, was ich da wolle, so mitten in der Nacht; und ich sagte, dass ich nach Hause gehen will.
Dann sagte er, dass ich hier aber nicht durch könne, und ich antwortete, dass ich auch gar nicht durch wolle, sondern hinein.
Aber er war sich nicht sicher, ob ich hier wohne.
Komischer Fehler, der ihm da passiert, dachte ich, denn ich wohne hier ganz sicher.
Er sagte, dass ich vielleicht früher einmal hier gewohnt haben mag, aber sicher nicht mehr jetzt; und ich wunderte mich.
Warum denn jetzt nicht mehr, fragte ich und er antwortete, dass ich hier wohl schon lange nicht mehr gewesen sei, denn da wohne nun niemand mehr. Wie denn auch? Ist ja alles verlassen.
Aber warum ist es denn verlassen, nur weil ich etwas länger nicht mehr hier war, fragte ich, hat denn keiner auf mich gewartet?
Gewartet haben wohl viele aber auch eigentlich gar nicht so lang, nur ein paar Nächte.
Und warum nur so kurz, fragte ich, aber er antwortete nicht.
Ich verharrte und verstummte und setzte mich auf einen Stein und dachte nach.
Als ich aufschaute, war auch er weg. Alle erwachsen jetzt, denke ich.
Bin wohl doch gar nicht so wichtig, denke ich.
Jetzt bin ich allein, denke ich, doch allein war ich wohl schon vorher.
Niemand braucht mehr Sand, alle viel zu schnell erwachsen; wollen nicht mehr spielen und davon träumen, denke ich.
Und dann geht die Sonne auf und ich sehe von oben zu, vom Rand, und bin weg.
Mein eigener Sand. Sand aus Kristallen. Alles für mich.

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