Leid gebiert in Qual Worte aller Wahl; doch alles, was so sprießt und fließt, nur dem gefällt, der auch genießt.
Donnerstag, 1. August 2013
RöKo 2013 (elmo)
>>Gedicht auch auf hellste-koepfe.de<<
Hörst du einsam das Schifferklavier
Und fühlst die Alster nah bei dir
Traust deinen müden Augen kaum
Wie nah am öl’gen Wasserschaum
Gespannt bleibst du auf News zum MRT
Dann durch Nächte bis die Füße weh
Morgens zum innersten Magnetenbrand
Sich mit Industrie-Eis eine Lösung fand
Und schließlich du und ich – wir beide
Ich weißes Hemd, du Japanseide
Zuvor noch zwischen Weinranken
Verstrickt in aufregende Gedanken
Müssen wir wieder heim
(Foto: Sophia Häußler)
Montag, 22. Juli 2013
Enrolled - Vantage Points (Mart)
Cuddled with my
family I am lying in this dark vault, pressed tightly to the others. After we
have endured hot steam, sharp blades and blazing fire, we have been trapped in
this paper prison.
With a sad heart I remember
the days when I was playing happily in the sun, dancing in the wind. It was a
time of joy and carelessness. My family grew rich and prosperous, displaying
our green garments without regret.
And then came the
dark days. Ruthlessly we were torn apart, hung in some shady cabin, left there
for month. But our release had lead only to more torment.
Sudden screams tear
my day dreams away, heat is emerging among my fellow prisoners. I can see a luminous
blaze, cunningly creeping through the ranks of us.
My friends are
twitching and twisting, being consumed by this monstrous light, with nothing
left but ashes, slowly drifting away in the wind.
Panic keeps rising in
me as my brothers are glowing in searing red before they fade to black. I
cannot move, I cannot shout, no one will come to rescue me.
Finally I accept my
cruel fate, the fatal embrace with the fiery enemy lets the smoke, well hidden
inside me, escape. The vapors work their way through us, suddenly vanishing
with a chill wind.
My glowing body
crumbles, my purpose is fulfilled and the only thing that remains left of me is
some dust on the ground.
Sonntag, 30. Juni 2013
Tram 2 (elmo)
Zuerst sah ich sie dort sitzen
Unrhythmisch ihre Fingerspitzen
Dann stürzte sie sich ins Getummel
Wo unentdeckt ihr Tic-Gefummel
Sprach dort sogleich Fahrgäste an
Manchen mit ihrem Lächeln sie gewann
Bis unversteckt mit Nacken gestreckt
Zuckend ihr Kopf zu tanzen begann
Dieser dann auch bald rot vor Scham
Den Charakter einer Laterne bekam
Worauf sie mit Charleston und wildem Schritt
Jetzt beim nächsten Halt aus der Türe tritt
Und ich summ noch leis‘ Happy
Feet
Auf dass man sie bald wieder sieht
18.6.13
Sonntag, 9. Juni 2013
Die Motte (elmo)
Heute hat sie ihn eingeatmet
Flatternd, flatternd vor dem Mund
Dort als hätte sie‘s von ihm erwartet
Blieb er still in ihrem Schlund
Drunten dann im Säurebad
Mit dem restlich Essen
War der Geschmack auch erst so fad
Bald wieder vergessen
16.4.13
Dienstag, 16. April 2013
Liebe und Aleppo (elmo)
Als ich dich sah, fingen Steine an zu fliegen
Sie schwebten nicht, sie stiegen
In den Himmel und
Zeigten ihre unbedeckten Bäuche
Prallten ans Firmament, schlugen es wund
Als ich dich küsste, flogen Steine durch die Luft
Anderswo vom Knall gejagt
Und in dieser Straßenkluft
Hingen bunte Laken stumm und unbewegt
Damit sich nichts im Sichtfeld regt
Man kann sie zwischen den Sternen stehen sehen
So festgesetzt, wie du in mir
Während anderswo sich Menschen Leben nehmen
Schenke ich meine Seele dir
Einer dieser Steine zog am Laken
Und aus der Abyss zieht der Kraken
Fort von dort, wo sie sich wehrten
Dort, wo sie einst Schüler lehrten
Eine Seele, stummer Schrei
Zwischen Schulbänken, einerlei
11.4.13
Freitag, 22. Februar 2013
Die letzte Reise (WuRscHtBr0T)
Blau-türkise Himmelsbucht,
Weißer Sand, ein Sonnenspeer
Durchdringt den Dunst der Inselschlucht
Und weiht den Fluss am Palmenmeer.
Geheimnisvoll erstarrt die Gischt
Am schweren Holz der Wracks zu Jade.
Helle Feuertöpfe schmücken
Alte goldverzierte Pfade.
Doch meist zerschellt der Glanz am Riff.
Im Sandsturm der Gerechten
Wird ein Wächter schwarze Seelen
In Verdammnis knechten.
Nur jene, die für gut befunden
Werden nicht von Palmen hängen
Und in Feuerbrunst versengen,
Sondern an den Ort gebunden,
Der als Balsam für die Wunden
Des verdrängten Glücks einsteht.
Niemand kennt ihn, diesen Wächter,
Weiß nach welchem Maß er richtet,
Ob er nur den Glauben wertet,
Oder auch die Tat gewichtet?
Die Hoffnung bläst in tausend Segel,
Täglich lockt sie an die Stätte.
Doch wem das Diesseits nicht genügt,
Hat nicht die Wahl, die er gern hätte.
Weißer Sand, ein Sonnenspeer
Durchdringt den Dunst der Inselschlucht
Und weiht den Fluss am Palmenmeer.
Geheimnisvoll erstarrt die Gischt
Am schweren Holz der Wracks zu Jade.
Helle Feuertöpfe schmücken
Alte goldverzierte Pfade.
Doch meist zerschellt der Glanz am Riff.
Im Sandsturm der Gerechten
Wird ein Wächter schwarze Seelen
In Verdammnis knechten.
Nur jene, die für gut befunden
Werden nicht von Palmen hängen
Und in Feuerbrunst versengen,
Sondern an den Ort gebunden,
Der als Balsam für die Wunden
Des verdrängten Glücks einsteht.
Niemand kennt ihn, diesen Wächter,
Weiß nach welchem Maß er richtet,
Ob er nur den Glauben wertet,
Oder auch die Tat gewichtet?
Die Hoffnung bläst in tausend Segel,
Täglich lockt sie an die Stätte.
Doch wem das Diesseits nicht genügt,
Hat nicht die Wahl, die er gern hätte.
Sonntag, 27. Januar 2013
Hass (The_Chronicle_of_Hektor)
Es ist der Hass auf diese Menschheit,
der mich immer wieder reizt.
All die Regeln all die Normen,
Freiheit nur ein bloses Wort.
Wohin ich schaue und nur blicke,
alles läuft nach striktem Plan.
Fantasie und freier Geist,
nur des Menschens kranker Wahn.
Wie ich lache wenn ich sehe,
Substanz im puren Überfluss,
ohne Sinn zum guten Leben.
Ihr seit nichts nach dem wir streben.
der mich immer wieder reizt.
All die Regeln all die Normen,
Freiheit nur ein bloses Wort.
Wohin ich schaue und nur blicke,
alles läuft nach striktem Plan.
Fantasie und freier Geist,
nur des Menschens kranker Wahn.
Wie ich lache wenn ich sehe,
Substanz im puren Überfluss,
ohne Sinn zum guten Leben.
Ihr seit nichts nach dem wir streben.
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